Lenci Puppen

 

Die Geschichte der Lenci Puppen beginnt im Jahr 1919 in Turin, Italien, als Elena Scavini anfing, Filzpuppen herzustellen. Der Name des Unternehmens, Ars Lenci, leitet sich von ihrem Spitznamen Lenci („Elenchen”) ab.

Die Idee war ein grosser Erfolg: Die Puppen wurden von Künstler:innen bemalt und schnell zu begehrten Sammlerstücken.

Bald schon drängten preiswertere Kopien der Puppen auf den Markt. Dies führte in den 1930er Jahren zu einer finanziellen Krise, sodass die Firma verkauft werden musste. Bis 1937 blieb Scavini noch künstlerische Leiterin, danach verbargen die neuen Eigentümer ihre Rolle als Schöpferin. Im Jahr 2002 schloss die Firma ihre Tore.

„Es sollte den Markusplatz voller Menschen darstellen: Bürgerliche, die mit gestickten Schals auf den Schultern flanieren, Gören und Karikaturen von Engländern, inmitten von Tauben. Alles natürlich aus Filz. Es war ein grosser Erfolg.“ So beschreibt Elena Scavini, die Gründerin der Firma Lenci, eines ihrer ersten Schaufenster an der Zürcher Bahnhofstrasse im Jahr 1922.

Heute begegnet man den Lenci Puppen in einer traumhaften Inszenierung – einem onirischen Venedig, das die Betrachter:innen einlädt, in Geschichten einzutauchen.

Auf dem Markusplatz tummeln sich Touristen, Tauben und spielende Kinder. Viele dieser Figuren stammen aus der berühmten Serie 300, bekannt für ihre kindlichen Gesichtsausdrücke: mal schmollend, mal überrascht, mal traurig oder freudig.

Im Dogenpalast finden sich nicht nur Puppen, sondern auch kleine Malereien. Im Theater treten zwei Stars der 1920er Jahre auf – Raquel Meller und Rodolfo Valentino – bewundert von einem Publikum aus Miniaturfiguren. Hinter den Kulissen wartet eine detailreiche Theatergarderobe mit winzigen Requisiten und Kostümen.

Wie in einem Traum verweben sich Szenen und Zeiten: Ein Teekannenwärmer steht neben den ältesten Lenci Puppen aus der Boudoir Serie, während ein Pierrot mit Mandoline aus den frühen 1920ern – mit seinem Knopf am Rock – still Musik zu spielen scheint.

Gegenüber des Markusplatzes überrascht eine Gruppe bürgerlicher Puppen mit ihren typischen Googly Augen, charmant und leicht karikaturhaft.

Im Mittelpunkt dieser Szenerie steht die Seufzerbrücke, eine Sehenswürdigkeit, die auch die Lenci Puppen zu inspirieren scheint. Hier entspinnt sich eine kleine Liebesgeschichte – erzählt durch unsere Mascotten Puppen aus den späten 1920er Jahren.


Zeitlose Kunstwerke

Lenci Puppen sind weit mehr als Spielzeug – sie sind kleine Kunstwerke, geschaffen mit Hingabe, Humor und Sinn für Schönheit.

Jede Figur trägt eine Geschichte in sich und lässt uns träumen – von einer Welt aus Filz, Fantasie und feinen Gefühlen.