Vorschau: Holly Berry Die Magie der Winterbeeren

07. November 2026 – 31. Januar 2027

Seit Jahrhunderten ist die Stechpalme – englisch holly – mit Winter- und Weihnachtsbräuchen verbunden. Das verdankt sich auch ihren leuchtend roten Beeren, den Holly Berries, und ihrem Laub, das sie ganzjährig nicht abwirft. Schon in vorchristlicher Zeit galten immergrüne Pflanzen als Sinnbild für Lebenskraft, Schutz und Glück in der dunklen Jahreszeit. Im Christentum bekam die Stechpalme eine weitere Bedeutung: Demnach symbolisiert ihr bleibendes Blätterkleid das ewige Leben, die roten Beeren stehen für das Blut Christi und die stacheligen Blätter für seine Dornenkrone.

Im Grossbritannien der viktorianischen Zeit wurde die Stechpalme zum beliebten Weihnachtsschmuck: Seit dem 19. Jahrhundert ziert sie festlich dekorierte Häuser, Buchillustrationen und Weihnachtskarten.

Das Grün und das Rot ihrer Blätter und Beeren prägen bis heute die weihnachtliche Farbwelt. Aus festlichen Darstellungen ist die Stechpalme – die Beständigkeit, Hoffnung und die Vorstellung einer harmonischen Familienweihnacht versinnbildlicht – kaum wegzudenken.

Heute werden als Holly Berries gern winterliche Dekorationen bezeichnet, die neben den Beeren der Stechpalme auch andere Winterfrüchte wie jene der Mistel, des Weissdorns oder der Wildrose schmücken.

Die Ausstellung verfolgt ihre Geschichte von den heidnischen Bräuchen, in denen sie Verwendung fanden, über kulinarische und heilkundliche Traditionen bis hin zu ihrer Bedeutung als Weihnachtssymbol. Historischer Baumschmuck, festliche Dekorationen, Weihnachtskarten und viele weitere Objekte zeigen, weshalb die leuchtend roten Beeren seit Jahrhunderten Hoffnung, Schutz und Lebensfreude verkörpern.

Kinder bewegen sich auf einer eigenen Spur durch die Ausstellung und suchen dabei nach Vögeln, die sich zwischen den Holly Berries verstecken.

 

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Andrea Häner-Roth
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